Studie: 100% Erneuerbare Energie bis 2050 machbar und attraktiv

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Die globale Energieversorgung bis 2050 auf 100% Erneuerbare Energie umzustellen, ist nicht nur technisch möglich, sondern auch wirtschaftlich attraktiv. Zu diesem Schluss kommt die Umweltorganisation Greenpeace in ihrer aktuellen Studie mit dem Titel „Energy Revolution“.

Die Studie belegt, dass der Ausbau Erneuerbarer Energien weitaus schneller als bislang voranschreiten kann und dies nicht nur positive Auswirkungen auf das Klima hat, sondern auch wirtschaftlich Vorteile bringt. Die vorgelegte Studie geht davon aus, dass der Umbau der Energieversorgung kostenneutral erfolgen kann und dabei zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden können. Greenpeace geht von Kosten in Höhe von durchschnittlich rund eine Billion Dollar pro Jahr aus. Gleichzeitig würden durch die Umstellung auf Erneuerbare rund 1,07 Billionen Dollar Brennstoffkosten eingespart. Der Umbau der Energielandschaft würde weltweit etwa 20 Mio. zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Mit der in der Studie durchgerechneten Umstellung, so Greenpeace, ließe sich der CO2-Ausstoß soweit senken, dass der weltweite Temperaturanstieg unter der kritischen Grenze von 2 Grad Celsius bleibe.

Vor der UN-Klimakonferenz im Dezember in Paris, auf der sich die USA, China, Indien und die EU-Mitgliedsstaaten auf ein gemeinsames Klimaabkommen einigen wollen, warnt Greenpeace davor, dass Kohle- und Atomlobbyisten Regierungen daran hindern, „jetzt rasch den Weg in eine saubere, sichere und wirtschaftliche Energiezukunft zu gehen“. Die Erneuerbaren seien inzwischen erwachsen und könnten mit herkömmlichen Energien konkurrieren.

Deutschland könne von einem beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien in besonderem Maße profitieren. Als Mutterland der Energiewende könnten deutsche Unternehmen mit dem Export von Technologien und Dienstleistungen Gewinne erwirtschaften.